Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Der Tag des Changes 2026 – Verhalten. Verstehen. Verändern. stellte vor allem eines in den Mittelpunkt: konkrete Lernerfahrungen, die direkt in den Alltag von Führungskräften und Organisationen übertragbar sind.

Im ersten Workshop von Kevin Kyselka wurden die Teilnehmenden bewusst aus ihrer Komfortzone geholt. Ein irritierender Einstieg – ein Mann, strümpfig auf einem Stuhl, die Augen geschlossen – machte unmittelbar deutlich, wie schnell wir Menschen Situationen interpretieren, bewerten und einordnen. Oft geschieht das automatisch und auf Basis eigener Erfahrungen und Muster.

Genau daraus entstand eines der zentralen Learnings: Verhalten ist nie isoliert zu betrachten, sondern ergibt erst im Kontext wirklich Sinn. Wer sich diese Zeit nimmt, genauer hinzuschauen und nicht vorschnell zu urteilen, schafft die Grundlage für bessere Entscheidungen und weniger Missverständnisse – insbesondere in Veränderungsprozessen.
Vertieft wurde dieser Gedanke durch den Blick auf Fehlerkultur. Anhand des Bildes einer zerbrochenen Vase, die nach der Kintsugi-Methode repariert wurde, wurde ein neuer Umgang mit Fehlern greifbar. Die Bruchstellen bleiben sichtbar und machen den Wert des Objekts sogar aus. Übertragen auf den Arbeitskontext bedeutet das: Fehler sind nicht nur Störungen, sondern können wertvolle „Helfer“ sein – Impulsgeber für Entwicklung, Lernen und Innovation. Für die Teilnehmenden wurde damit deutlich, wie wichtig ein offener und konstruktiver Umgang mit Fehlern für gelingende Veränderung ist.

Im zweiten Workshop eröffnete Manuel Fleßenkämper mit dem Enneagramm-Modell einen differenzierten Blick auf menschliche Motive und Verhaltensweisen. Die Teilnehmenden erarbeiteten, warum Menschen unterschiedlich auf Veränderung reagieren und welche Bedürfnisse dabei eine zentrale Rolle spielen.

Ein wesentliches Learning: Hinter Verhalten stehen oft grundlegende Bedürfnisse – etwa nach Sicherheit, Kontrolle oder klaren Zahlen, Daten und Fakten (ZDF). Wer diese erkennt und berücksichtigt, kann Zusammenarbeit gezielter gestalten und Veränderungsprozesse wirksamer begleiten. Gleichzeitig wurde ein Perspektivwechsel angestoßen: Im Gegenüber sitzt nicht nur eine andere Meinung, sondern ein Mensch mit individuellen Prägungen, Emotionen und inneren Antreibern.

Die Stärke beider Workshops lag in ihrer erlebbaren Gestaltung. Durch interaktive Elemente und wirkungsvollen Methoden wurden Inhalte nicht nur vermittelt, sondern erfahrbar gemacht. Die Teilnehmenden konnten die Erkenntnisse direkt auf sich selbst beziehen – ein entscheidender Faktor für nachhaltiges Lernen.

So nahmen die Teilnehmenden vor allem praxisnahe Impulse mit: bewusster mit eigenen Bewertungen umzugehen, Fehler als Lernchance zu nutzen und die Bedürfnisse anderer besser zu verstehen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen sind dies zentrale Kompetenzen, um Veränderung nicht nur zu begleiten, sondern aktiv und erfolgreich zu gestalten.

Der Tag des Changes 2026 zeigte damit eindrucksvoll, wie wirkungsvoll Formate sein können, die Lernen erlebbar machen und den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

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